WhatsApp, Messenger & DSGVO

10.08.2018 11:38

Seit Inkrattreten der DSGVO am 25.05.2018 herrscht hinsichtlich des betrieblichen Umgangs mit dem beliebten Messenger WhatsApp eine große Unsicherheit.

Ich möchte versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen, und erklären wie unser Betrieb damit umgeht.

Eines vorneweg: für den privaten Nutzer hat sich nichts geändert.

Das erste Problem betrifft die Synchronisation des Smartphone-Adressbuchs. Hierbei werden personenbezogene Daten (Name, Telefonnummer) ohne die Einwilligung der betroffenen auf Server in die USA transferiert. Ausnahme: Jeder Anwender von WhatsApp hat in deren AGB bereits dazu zugestimmt. Das Problem betrifft also lediglich Personen, die im Telefonbuch gespeichert werden, und WhatsApp selbst nicht nutzen.

Das zweite Problem betrifft die Bild/Videodaten die gerne über WhatsApp geteilt werden: auch hierbei erlangt WhatsApp Kenntnis über die versendeten Bilder, in denen ggfs. personenbezogene Daten zu finden sein können.

Unsere Lösung: Wir verwenden iPhones, bei denen die Synchronisation des Adressbuchs mit WhatsApp beendet werden kann. Des Weiteren gibt es aber auch sehr interessante Apps mit denen sich so etwas komfortabel bewerkstelligen lässt, wie beispielsweise:

https://www.mobilebox-consulting.de/securecontact-pro-2/

Außerdem senden wir Bilder nur mit schriftlicher Genehmigung des Kunden über WhatsApp. Alternativ teilen wir Bilder über den Messenger https://wire.com/de/ der über Ende-Zu-Ende Verschlüsselung verfügt. Wire ist für alle gängigen Plattformen erhältlich und kann vom Kunden in wenigen Minuten eingerichtet werden.

Eine weitere sichere Alternative zu WhatsApp stellt https://threema.ch/de dar, welche wir ebenfalls nutzen.

Übrigens:

NICHT sicher ist der Versand JEGLICHER Daten per Email. Emails sind grundsätzlich nicht verschlüsselt. Es gibt zwar die Möglichkeit dazu, dies wird aber von so gut wie niemandem verwendet, da es zum einen recht kompliziert einzurichten ist, zum anderen auch noch unkomfortabel in der Bedienung.

Bis Urteile zur DSGVO gefällt werden, besteht weiterhin eine große Rechtsunsicherheit.

Zu guter Letzt noch der Hinweis: Ich bin kein Anwalt, sondern habe mich selber schlau gemacht. Meine Quellen:


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